Neo Zen Dinamico
... eine Vision des wirklichen menschlichen Potentials wird Realität ...
ZAZEN ANLEITUNGEN
Setzen Sie sich aufrecht auf das vordere Drittel Ihres Kissens oder Stuhls (benutzen Sie einen geradlehnigen Stuhl mit einem kleinen Kissen). Wenn Sie auf dem Fußboden sitzen (und auf einer Matte!), können
Sie Ihre Beine im Halb-Lotus, im Voll-Lotus oder in der Position "Burmese" kreuzen. In der Halb-Lotusposition legen Sie Ihren linken Fuß auf Ihren rechten Schenkel - der rechte Fuß ist unter dem linken Schenkel verstaut ; in der Voll-Lotusposition werden die Beine gekreuzt und die Füße auf die gegenüberliegenden Schenkel gelegt. In der Position Burmese werden die Füße einer vor dem anderen auf dem Fußboden gekreuzt. Eine andere auf dem Fußboden zu verwendende Haltung ist "seiza" (J.) Dies beinhaltet, auf den Knien zu sitzen, mit einem "zafu" (J.,= großes rundes Kissen) zwischen den Füßen, um den Körper zu stützen. Dieser Stil ist besonders vorteilhaft für den Rücken ( kann aber für die Knie und Füßen hart sein). Auf einem Stuhl müssen Sie sicher sein, daß sich Ihre Füße direkt unter den Knien befinden und daß die Knie auf Schulterbreite geöffnet sind. Das Wichtigste in allen Haltungen ist, i daß der Körper stabil gehalten wird, gut abgestützt ist und daß das Gewicht auf den drei wichtigsten Kontaktflächen ruht, den beiden Knien (oder Füßen) und dem Gesäss.
Sitzen Sie aufrecht! Richten Sie Ihre Wirbelsäule mit leicht zurückgezogem Kinn vom Steißbein an auf. Sckaukeln Sie leicht von Seite zu Seite, um am Nullpunkt des Ausgleichs zur Ruhe zu kommen. Unser Schwerpunkt befindet sich im untereren Abdomen. Der Körper sollte gut ausgerichtet sein - ohne daß er zu einer der Seiten, noch nach vorn oder hinten geneigt ist. Öffnen Sie Ihren Brustkorb und entspannen Sie Ihren Bauch. In dieser Position sollte Ihr Atem in der Lage sein, frei zu fließen, ohne jegliche Beschränkung. Dies ist sehr wichtig - außerdem lösen Sie Ihren Gürtel und öffnen Sie den oberen Knopf falls es nötig sein sollte ( weite Kleidung ist fürs Sitzen am besten geeignet). Aufrecht, ausbalanciert und entspannt - so praktiziert man Zazen.
Legen Sie Ihre Händen links über rechts ( genauergesagt, die nicht-dominierende über die dominierende ) übereinander mit den Handflächen nach oben gerichtet. Die Spitzen der Daumen berühren sich leicht, sodaß sie ein vorwärtsgerichtetes Oval bilden. Die Seiten der kleinen Finger lehnen gegen das unterere Abdomen ungefähr zwei Zoll unter dem Nabel ( auf dem Niveau der Hara ). Es könnte möglich sein, daß Sie Ihren Atem mit den Seite Ihrer Hände fühlen können.
Halten Sie Ihre Augen geöffnet (mindestens ein wenig) und "parken" Sie Ihren Blick ungefähr einen Meter vor sich auf dem Fußboden. Erlauben Sie Ihren Augen, sich zu entspannen und Ihrem Blick, sich zu defokussieren. Die Augen offen zu halten, hilft Ihnen wirklich dabei, die Geistesgegenwart zu bewahren und außerdem, eine aufrechte Position beizubehalten.
Legen Sie Ihre Zunge hinter die Zähne, schlucken Sie einmal, und mit geschlossenem Mund, atmen Sie durch die Nase. Wenn sich die Nasenatmung für Sie als ein Problem erweist, dann atmen Sie wie es für Sie am besten ist, und kümmern Sie sich nicht weiter darum.
Bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit zum Atems und folgen Sie einfach seinem Fluß. Beginnen Sie, indem Sie einige Male tief einatmen und erlauben Sie dann, dem natürlichen Rhythmus Ihrer Atmung die Führung zu übernehmen - vertrauen Sie dem Körper. In einer Haltung von passivem Interesse, sitzen Sie bewegungslos und beobachten Sie das Ein und Aus Ihres Atems... manchmal tief, andere Male flach; manchmal langsam, manchmal schneller. Beobachten Sie gut, was wirklich geschieht! Wenn immer Ihre Aufmerksamkeit durch eine Ablenkung "gekidnapped" wird ( irgendeine von den unzähligen Varianten)..., kehren Sie einfach zu Ihrer Atmung zurück. Überspringen Sie die Selbstkritik und einen möglichen Kommentar - kommen Sie einfach zum Atem zurück, wieder und wieder und immerwieder. Benutzen Sie die Atmung als Mittel um ins Hier und Jetzt zu gelangen!
Wenn Sie am Ende der Zeitspanne "des Sitzens" angelangt sind, erlauben Sie sich einen weichen Übergang zu Ihren regelmäßigen Tätigkeiten. Bewegen Sie ein wenig das Rückgrad hin und her, und dann strecken Sie Ihre Beine aus, bevor Sie aufstehen. Nehmen Sie sich Zeit.
Üben Sie jeden Tag etwas Zazen. Regelmässigkeit ist bei Weitem wichtiger
als eine "große Dosis" - so sind 10 oder 15 Minuten jeden Tag schon ein guter Anfang.
Erinnern Sie sich daran, daß dieses eine Übung zur " Anwesenheit" ist -
ausgedehnte Perioden von intensiver Konzentration
brauchen Zeit um sich zu entwickeln.
Geben Sie einfach Ihr Möglichstes. Vor allem , seien Sie geduldig und freundlich mit Sich selbst und machen Sie weiter mit dem Weitermachen.
Bodhidharma
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